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Winterisierung von CBD-Öl: Was der Reinigungsschritt bedeutet

Der Kältefilter entfernt Wachse aus dem rohen CBD-Extrakt

Die Winterisierung ist ein Reinigungsschritt in der Herstellung. Ein Hanf-Roh-Extrakt wird in hochprozentigem Ethanol gelöst und stark gekühlt. Die Wachse, Fette und Lipide, die dabei ausfallen, werden abfiltriert, danach wird das Ethanol wieder entfernt. Das fertige CBD-Öl wird also nicht eingefroren, behandelt wird das Zwischenprodukt. Wer verstehen will, was hinter dem Hinweis „winterisiert“ auf einer Produktseite steckt, findet hier den Ablauf, typische Prozesswerte, die Abgrenzung zu Decarboxylierung und Destillation und die Unterlagen, die beim Kauf in Deutschland wirklich zählen.

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TL;DR

  • Die Winterisierung trennt vor allem Wachse, Fette und Lipide aus dem CBD-Roh-Extrakt. Dafür sorgen Ethanol, Kälte und Filtration.
  • Veröffentlichte Verfahren arbeiten etwa bei −20 bis −45 °C und 24 bis 48 Stunden. Das sind Beispiele aus Industrie und Labor, kein Rezept.
  • Chlorophyll und andere gelöste Begleitstoffe entfernt der Schritt nicht automatisch. Als Qualitätsgarantie taugt „winterisiert“ allein deshalb nicht.
  • Mehr Aussagekraft als jeder Prozessbegriff hat ein Analysezertifikat der konkreten Charge mit Cannabinoidprofil, THC-Befund und Prüfung auf Verunreinigungen.
  • In Deutschland gilt außerdem die Rechtslage: CBD-haltige Lebensmittel brauchen nach Auffassung der Behörden eine Novel-Food-Zulassung.

Inhaltsverzeichnis

So läuft die Winterisierung ab

Am Anfang steht immer eine Extraktion. Ob mit CO₂, Ethanol oder einem anderen Verfahren gewonnen: Der Roh-Extrakt enthält neben Cannabinoiden und Terpenen viele weitere Pflanzenstoffe. Welche Methoden es gibt und worin sie sich unterscheiden, erklären wir ausführlich in unserem Praxisvergleich der Extraktionsmethoden für CBD-Öl. Die Winterisierung setzt erst danach an, als Nachbearbeitung.

Der Grundablauf ist in der Fachliteratur gut beschrieben. Schon eine deutsche Patentschrift zur Extraktion pflanzlicher Wirkstoffkomponenten nennt die Abfolge: Extrakt in Ethanol lösen, auf niedrige Temperatur kühlen, ausgefällte Bestandteile wie Wachse abfiltrieren und das Lösungsmittel im Vakuum entfernen. In der Praxis lässt sich das in fünf Schritte gliedern:

  1. Lösen: Der Roh-Extrakt wird mit hochprozentigem Ethanol gemischt, bis eine gleichmäßige Lösung entsteht.
  2. Kühlen: Die Lösung wird über Stunden bis Tage deutlich unter den Gefrierpunkt gekühlt. Ethanol bleibt dabei flüssig, während Wachse und Fette ihre Löslichkeit verlieren und ausflocken.
  3. Filtrieren: Die ausgefallenen Feststoffe werden kalt abgetrennt, je nach Anlage mechanisch oder per Vakuumfiltration. Erwärmt sich die Lösung dabei, gehen Wachse teilweise wieder in Lösung.
  4. Lösungsmittel entfernen: Das Ethanol wird kontrolliert abgezogen, üblicherweise unter Vakuum und bei moderater Temperatur, etwa im Rotationsverdampfer.
  5. Weiterverarbeiten: Übrig bleibt ein gereinigter Extrakt. Er ist ein Zwischenprodukt und noch kein fertiges Verbraucherprodukt. Je nach Ziel folgen weitere Schritte wie Decarboxylierung, Destillation oder das Einarbeiten in ein Trägeröl.

In der Sprache der Verfahrenstechnik ist die Winterisierung eine Form der Fraktionierung durch Kristallisation: Ein Lösungsmittel und Kälte trennen Stoffgruppen anhand ihrer Löslichkeit. Dasselbe Prinzip nutzt man auch bei Speiseölen, damit sie bei niedrigen Temperaturen klar bleiben.

Was die Winterisierung entfernt und was nicht

Im Roh-Extrakt stecken pflanzliche Wachse aus der Oberfläche von Blüten und Blättern, außerdem Fette und Lipide. Für diese Stoffgruppe ist die Winterisierung gedacht. Sie können einen Extrakt trüb, zäh oder uneinheitlich machen und spätere Verarbeitungsschritte wie eine Destillation erschweren.

Ein verbreiteter Irrtum setzt die Winterisierung mit einer vollständigen Reinigung gleich. Ein technischer Leitfaden zur Winterisierung in der Cannabis-Extraktion stellt klar, dass der Prozess gezielt auf Lipide, Wachse und Fette ausgerichtet ist. Chlorophyll und andere chemisch gelöste Begleitstoffe bleiben dabei unter Umständen im Extrakt und brauchen eigene Aufbereitungsschritte. Derselbe Leitfaden nennt eine reproduzierbare Kälteführung und eine saubere Filtration als die entscheidenden technischen Faktoren.

Für die Bewertung eines Produkts heißt das: Ein Öl wird nicht dadurch hochwertig, dass es winterisiert wurde. Die Winterisierung ist eine Trenntechnik. Wie gut das Ergebnis ausfällt, hängt davon ab, ob die Feststoffe tatsächlich abgetrennt wurden und ob das Ethanol anschließend kontrolliert und vollständig entfernt wurde. Beides lässt sich von außen nur über Analytik nachvollziehen.

Was die Winterisierung entfernt und was nicht — overview diagram

Temperatur und Dauer in veröffentlichten Verfahren

Eine allgemeingültige Temperatur oder Dauer gibt es nicht. Die Werte hängen vom Rohmaterial ab, vom Verhältnis zwischen Extrakt und Ethanol, von der Anlage und vom Filtrationsverfahren. Einige veröffentlichte Beispiele:

Quelle Temperatur Dauer Kontext
Peer-reviewte Studie zur Isolierung von Cannabinoiden (Materials Chemistry Frontiers, 2022) −45 °C 48 Stunden beschrieben als konventioneller industrieller Aufreinigungsprozess vor der Hochvakuum-Destillation
Technischer Leitfaden zur Cannabis-Winterisierung (Root Sciences, 2024) häufig −20 bis −40 °C 24 bis 48 Stunden übliche Bandbreite in der Extraktionspraxis
Aktuelle Fachpublikation zu einem Laborverfahren −20 °C 24 Stunden konkretes Laborprotokoll

Die Autorinnen und Autoren der Studie von 2022 bezeichnen den herkömmlichen Weg mit Winterisierung und anschließender Hochtemperatur-Vakuumdestillation als langwierig und aufwendig. Gerade deshalb wird an alternativen Trennverfahren geforscht.

Auf die Kaufentscheidung übertragen: Eine besonders tiefe Temperatur in einer Produktbeschreibung sagt für sich genommen wenig aus. Wichtiger ist, ob der gesamte Prozess kontrolliert, wiederholbar und dokumentiert abläuft. Herstellerangaben ohne Chargenbezug, ohne Beschreibung der Filtration und ohne Analytik lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen.

Winterisierung, Decarboxylierung und Destillation im Vergleich

In Suchergebnissen und Produkttexten fallen diese drei Begriffe oft gemeinsam, gemeint sind aber verschiedene Dinge. Die Übersicht ordnet sie ein:

Schritt Was passiert Ziel Typische Position im Prozess
Winterisierung Lösen in Ethanol, Kühlen, Filtrieren, Lösungsmittel entfernen Wachse, Fette und Lipide abtrennen nach der Extraktion
Decarboxylierung Erhitzen, wobei sich die Säureform CBDA in CBD umwandelt Cannabinoidprofil verändern vor oder nach der Extraktion, je nach Verfahren
Destillation Trennen nach Siedepunkten unter Vakuum Cannabinoide stark aufkonzentrieren nach der Winterisierung
Isolierung Kristallisation oder Chromatographie einzelnes Cannabinoid in hoher Reinheit am Ende einer mehrstufigen Aufreinigung

Wichtig dabei: Die Decarboxylierung ist keine Reinigung, sie verändert die chemische Form der Cannabinoide. Ein Analysezertifikat zeigt, wie viel CBDA und wie viel CBD in einem Öl enthalten sind. Wie man diese Werte liest, erklären wir im Beitrag zum Cannabinoidprofil im Analysezertifikat.

Destillation und Isolierung führen weit weg vom ursprünglichen Pflanzenextrakt. Mit jedem zusätzlichen Schritt sinkt der Anteil der Begleitstoffe, also auch der Terpene und Nebencannabinoide. Deshalb entscheidet sich über die Verarbeitungstiefe auch, welche Kategorie ein Öl am Ende hat.

Was die Verarbeitungstiefe für ein Vollspektrum-Öl bedeutet

Ein Vollspektrum-Öl soll möglichst viel vom natürlichen Stoffprofil der Hanfpflanze abbilden: neben CBD auch weitere Cannabinoide und Terpene. Ein Isolat ist dagegen auf ein einzelnes Cannabinoid reduziert. Dazwischen liegen Breitspektrum-Produkte und Destillate.

Die Winterisierung steht dabei an einer Schnittstelle. Wachse und Fette abzutrennen, ändert am Charakter eines Vollspektrum-Extrakts wenig. Folgen darauf aber Destillation oder Isolierung, wird aus dem Vollspektrum-Extrakt ein anderes Produkt. Ob ein Hersteller winterisiert, hängt deshalb auch von seiner Extraktionsmethode und seinem Produktziel ab. Manche schonenden Verfahren liefern einen Extrakt, der ohnehin in ein Trägeröl eingearbeitet wird. Ein starker Fokus auf Aufkonzentrierung führt dagegen fast zwangsläufig zu mehreren Reinigungsstufen.

Was die Begriffe „Vollspektrum“, „Breitspektrum“ und „Isolat“ in der Praxis unterscheidet und welche Rolle die Konzentration spielt, haben wir in unserem Überblick zu den Unterschieden zwischen CBD-Ölen zusammengefasst. Mehr zum Zwischenprodukt selbst steht in unserem Beitrag über CBD-Roh-Extrakt, seine Herstellung und Prüfung.

Warum die Winterisierung in die Fachanlage gehört

Beim Thema Winterisierung landen manche Leser bei Anleitungen für den Hausgebrauch. Davon raten wir klar ab. Hochprozentiges Ethanol ist leicht entzündlich, und beim Abdampfen entstehen brennbare Dämpfe. Fachbetriebe arbeiten deshalb mit geschlossenen, explosionsgeschützten Anlagen, mit Vakuumtechnik und mit kontrollierter Temperaturführung. Nicht vollständig entferntes Lösungsmittel lässt sich ohne Labor nicht erkennen.

Hinzu kommt die rechtliche Seite. Die in Studien genannten Temperaturen und Zeiten beschreiben Prozesse unter Labor- und Industriebedingungen, sie sind keine Anleitung. Wer in Deutschland Produkte herstellt oder in Verkehr bringt, muss zudem die lebensmittel- und betäubungsmittelrechtlichen Vorgaben beachten. Wer sich für die Technik interessiert, ist mit dem Verständnis des Ablaufs gut bedient. Die Umsetzung gehört in eine Fachanlage.

Worauf Käufer in Deutschland achten sollten

Für Verbraucher bringt die Frage, ob ein Öl winterisiert wurde, weniger als die Frage, was tatsächlich in der Flasche ist. Wie groß die Abweichungen sein können, zeigt eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Was die BfR-Untersuchung gezeigt hat

In seinem Bericht zu Cannabinoiden in CBD-Ölen vom 19. Juli 2024 hat das BfR 26 cannabinoidhaltige Öle untersucht: 22 CBD-Öle sowie je zwei CBG- und CBN-Öle. In 20 der Proben fand das Institut Δ9-THC, in Konzentrationen von 5 bis 1.576 mg/kg. Die deklarierten Cannabinoidanteile lagen zwischen 2,5 und 20 %, gemessen wurden 3 bis 24 %. Die Ergebnisse gelten für die untersuchten Proben, nicht für jedes Produkt am Markt. Sie zeigen aber, dass Etikett und Inhalt auseinanderfallen können.

BfR-Proben, THC-Nachweise und deklarierte Messwerte

Das BfR weist in seinen Fragen und Antworten zu hanfhaltigen Lebensmitteln und Futtermitteln außerdem darauf hin, dass für CBD-Produkte behauptete gesundheitliche Vorteile bislang größtenteils nicht wissenschaftlich belegt sind. Ein Grund mehr, ein Produkt nach überprüfbaren Fakten zu beurteilen statt nach Werbeaussagen.

Die Rechtslage beim Novel Food

Nach Auffassung der Überwachungsbehörden gelten CBD-haltige Lebensmittel als neuartige Lebensmittel. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hält fest, dass dafür eine Zulassung erforderlich ist und eine solche derzeit nicht vorliegt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erläutert in seinen FAQ zu Cannabidiol, dass CBD im Novel-Food-Katalog der EU unter dem Eintrag „Cannabinoids“ als neuartig eingestuft ist. Wie sich das auf den deutschen Markt auswirkt, ordnen wir im Beitrag CBD als Novel Food in Deutschland ein.

Diese Unterlagen sollte man verlangen

Unabhängig vom Herstellungsweg lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf folgende Punkte:

  • Analysezertifikat der konkreten Charge: Die Chargennummer auf der Flasche muss zum Zertifikat passen. Ein allgemeines Musterzertifikat ohne Chargenbezug reicht nicht.
  • Vollständiges Cannabinoidprofil: Neben CBD sollten CBDA, weitere Cannabinoide und der THC-Befund ausgewiesen sein, mit Einheit und Nachweisgrenze.
  • Prüfung auf Verunreinigungen: Lösungsmittelrückstände, Pestizide und Schwermetalle. Gerade nach Verfahren mit Ethanol ist der Befund zu Lösungsmittelrückständen aufschlussreich.
  • Unabhängiges Labor: Das Zertifikat sollte von einem externen Prüflabor stammen und Datum und Probenbezeichnung tragen.
  • Herstellungsangaben: Extraktionsmethode und Verarbeitungsschritte, nachvollziehbar beschrieben statt nur mit Schlagworten.

Wie man ein Zertifikat Schritt für Schritt prüft, zeigen wir in unseren sechs Prüfschritten zur Laboranalyse pro Charge. Woran man ein unabhängiges Labor erkennt, steht im Beitrag zu unabhängigen Laboren bei CBD-Öl. Eine Einordnung weiterer Qualitätsmerkmale findet sich bei den Qualitätsstufen von CBD-Öl.

Unsere Sicht auf die Winterisierung

Wir stellen seit über acht Jahren natürliche Vollspektrum-CBD-Öle her. In dieser Zeit haben wir erlebt, wie Prozessbegriffe zu Verkaufsargumenten werden. „Winterisiert“, „destilliert“, „ultrarein“: Solche Wörter klingen nach Sorgfalt. Ohne Belege sagen sie aber wenig darüber, was ein Käufer tatsächlich bekommt. Die Winterisierung ist ein sinnvolles Werkzeug, wenn ein Extrakt von Wachsen und Fetten befreit werden soll. Ein Qualitätssiegel ist sie nicht.

Unser eigener Ansatz setzt früher an. Wir extrahieren schonend bei niedrigen Temperaturen, damit das natürliche Stoffprofil der Pflanze möglichst erhalten bleibt, und verzichten vollständig auf Zusatzstoffe. Jede Verarbeitungsstufe sollte einen klaren Zweck haben. Ein Vollspektrum-Öl wird nicht dadurch besser, dass man es durch möglichst viele Reinigungsschritte schickt.

Für entscheidend halten wir die Transparenz. Deshalb gibt es zu jeder Charge ein Analysezertifikat, und deshalb raten wir jedem Käufer, dieses Zertifikat auch zu lesen, bei uns wie überall sonst. Wer eine Frage zu einem Prüfbericht oder zur Herstellung hat, erreicht bei uns Menschen, die sich damit auskennen. Und wer zum ersten Mal kauft und unsicher ist, ist durch unsere Geld-zurück-Garantie abgesichert.

— Florian

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Wer nach einem nachvollziehbar hergestellten Vollspektrum-Öl sucht, findet bei uns natürliche CBD-Öle ohne Zusatzstoffe in verschiedenen Konzentrationen, schonend extrahiert und mit Analysezertifikat für jede Charge. Neben unseren CBD-Ölen für Menschen bieten wir eigene Rezepturen für Tiere an, frei von THC: CBD-Öl für Hunde und CBD-Öl für Katzen. Für alle Produkte gilt unsere Geld-zurück-Garantie.

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Häufige Fragen

Ist ein winterisiertes CBD-Öl automatisch hochwertiger?

Nein. Die Winterisierung trennt vor allem Wachse, Fette und Lipide ab und ist damit ein einzelner Reinigungsschritt. Über die Qualität eines Öls sagen das Analysezertifikat der Charge, das Cannabinoidprofil, der THC-Befund und die Prüfung auf Verunreinigungen mehr aus als der Prozessbegriff.

Was unterscheidet Winterisierung und Decarboxylierung?

Die Winterisierung ist eine Trennung mit Ethanol und Kälte, bei der unerwünschte Stoffgruppen entfernt werden. Bei der Decarboxylierung wird erhitzt, wobei sich die Säureform CBDA in CBD umwandelt. Mit Reinigung hat das nichts zu tun. Beide Schritte können im selben Herstellungsprozess vorkommen, verfolgen aber unterschiedliche Ziele.

Woran erkennt man, ob ein CBD-Öl winterisiert wurde?

Am fertigen Öl lässt sich das nicht sicher ablesen. Verlässlich sind nur die Herstellungsangaben des Anbieters und ein Analysezertifikat, das unter anderem Lösungsmittelrückstände ausweist. Fehlen beide, sollte man beim Kundenservice nachfragen, bevor man kauft.

Bleibt bei der Winterisierung Ethanol im Extrakt zurück?

Das Ethanol wird nach der Filtration kontrolliert entfernt, in der Regel unter Vakuum. Ob das vollständig gelungen ist, zeigt nur eine Laboranalyse auf Lösungsmittelrückstände. Deshalb gehört dieser Prüfpunkt zu den wichtigsten Angaben im Zertifikat.

Braucht jedes CBD-Öl eine Winterisierung?

Nein. Ob ein Hersteller winterisiert, hängt von seiner Extraktionsmethode, dem Rohmaterial und dem angestrebten Produkt ab. Bei stark aufkonzentrierten Destillaten und Isolaten ist der Schritt meist fester Bestandteil, bei schonend hergestellten Vollspektrum-Ölen ist die Prozessführung oft eine andere.

Quellen

Patent DE10337458A1: Extraktion pharmazeutisch aktiver Komponenten aus Pflanzenmaterialien Winterization of oil (Wikipedia) Cannabis Winterization Process: The Complete Guide (Root Sciences) Simple, quick and green isolation of cannabinoids from complex natural product extracts (Materials Chemistry Frontiers, 2022) BfR: Cannabinoide in CBD-Ölen: Wieviel ist enthalten? BfR: Fragen und Antworten zu hanfhaltigen Lebensmitteln und Futtermitteln Verbraucherzentrale Niedersachsen: Vorsicht bei Lebensmitteln mit Cannabidiol BVL: FAQ zu Cannabidiol (CBD)

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